Informatik für Digital Natives

Schnüggu interessiert sich, wie wohl viele Jungs in seinem Alter, sehr für alles, was mit Computer, Informatik und der gegenwärtigen Digitalisierung zu tun hat. Dabei spielt er natürlich am liebsten Minecraft, doch er interessiert sich auch dafür, nicht nur Konsument, sondern auch Produzent in der digitalen Welt zu sein bzw. werden.

Dies ist für mich eine recht grosse Herausforderung. Einerseits ist es mir deutlich bewusst, dass Informatik, Programmieren oder zumindest die Arbeit mit Computern seine Zukunft sein wird. Andererseits ist es aber auch meine Aufgabe, ihm beizubringen, dass es noch anderes im Leben gibt als Computer. Einerseits möchte ich ihn in seinem Interessengebiet fördern, doch andererseits weiss er schon jetzt oft mehr als ich!

Und so ist es meine Aufgabe, auch selber mehr darüber lernen, z.B. als ich an einem Robotik-Kurs teilnahm, um ihm die Möglichkeit zu geben, seinen Lego Mindstorms Roboter zu programmieren, oder indem ich herausfinde, welche Programmiersprachen es gibt und welche für ihn als 10-Jährigen geeignet sind und wie er die am Besten lernt, oder indem ich mit ihm zusammen mehr über Computer lerne, z.B. über die Binärzahlen und ASCII-Codes, oder indem ich Experten finde, die ihn weiterbringen können als ich das je könnte. Auch als Homeschooler darf man sich Hilfe von aussen holen, wenn man mit einem bestimmten Thema oder Fach in gewissermassen überfordert ist.

Für den allgemeinen Informatik-Unterricht benützen wir vom Zürcher Lehrmittelverlag das Lehrmittel „Connected„. Das gefällt uns bis jetzt sehr gut. Das erste Buch (für die 5. Klasse) fängt mit dem allgemeinen Thema „Was sind Medien?“ an und zeigt den Kindern danach, wie man sich im Internet mit guten Passwörtern und sonst noch schützen kann, wie man Suchmaschinen am Besten nützt, wie man den Computer für Präsentationen benützen kann, wie Pixel funktionieren und eben, wie ein Computer überhaupt funktioniert mit all diesen Codes und Bits, Bytes und Megabytes. Das ist auch für mich wirklich interessant, und ich freue mich, zusammen mit den Kindern mehr darüber zu lernen (und bin dankbar für den Lehrerkommentar! 😉 ).

Connected

Neben dem Mindstorm-Programmieren, lernt Schnüggu auch mit dem Kurs von Code Kingdoms programmieren für Minecraft (gibt’s auch für Roblox, aber alles nur auf Englisch) und seit Neuestem lernt er JavaScript mit Khan Academy (auch auf Englisch). Früher hat er gerne mit Code.org Spiele programmiert, doch das ist ihm jetzt irgendwie zu langweilig (obwohl er den Kurs 4 noch gar nicht gemacht hat, also hätte es da schon noch Potential; dies ist übrigens auch auf Deutsch).

Schnüggus Berufswunsch ist (momentan) Informatiker, d.h. spezifisch dann mal Ethical Hacker zu werden, am liebsten für die Polizei/den Bund. Mal schauen, was daraus wird. Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Informatiker, der vielleicht Lust hätte, Schnüggu mal zu zeigen, was diese Arbeit so beinhaltet, vielleicht im Rahmen des Zukunftstages im November. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp.

Übrigens, für diejenigen unter euch die Englisch können, gibt es noch eine interessante Website von einer „Techie“ Homeschool Mutter (wie sie sich selber nennt), mit guten Tipps bzgl. dem Umgang mit den digitalen Medien und wie wir unsere Kinder darin schützen, fördern und begleiten können.

Da dies jetzt immer mehr zu einem grossen Thema wird in unserem Haushalt, werde ich euch auf dem Laufenden halten, wie wir das Ganze handhaben.

P.S. Was Binärzahlen betrifft: Schnüggu würde gerne wissen, ob ihr herausfindet, was für eine Zahl dies ist (eine wichtige Zahl für ihn 😉 ):

 

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