Das neuseeländische Bildungssystem

Hier könnt ihr einen sehr spannenden Artikel über das Bildungssystem in Neuseeland lesen. Ich erkenne uns als Homeschooler in vielen Punkten wieder:

boy waves
Was kann man von den Wellen lernen? © Wil Stewart/Unsplash

1. Gebt den Kindern einen Grund, zu schreiben: wir gestalten unser „Freies Schreiben freitags“ auch sehr ähnlich, auf ganz kreative und spannende Weise. Schreiben muss Spass machen und ist Übungssache.

2. Feiert den Fehler: auch das ist bei uns hoch im Kurs. Die Kinder wissen, dass ihr Gehirn aus Fehlern am Besten lernt. Fehler helfen uns. Wir müssen uns nicht davor schämen! Und ja, auch ich verbessere und kommentiere immer mit grüner Farbe, nie mit rot.

3. Zeigt Whanaungatanga: dies nenne ich Mitgefühl (ich liebe das englische Wort „compassion“) und auch dies leben wir ganz fest in unserer Familie, als Pflegefamilie, engagiert für notbedürftige Jugendliche im Ausland und für Geflüchtete in der Schweiz. Das finde ich persönlich etwas vom Wichtigsten, was ich meinen Kindern mitgeben möchte.

4. Bringt den Kindern die Liebe zu Büchern bei: ich sehe es genau so, wie im Artikel beschrieben wurde — es muss nur das richtige Buch gefunden werden. Meine Kinder lesen jeden Tag gerne, es muss einfach das richtige Buch sein und vorlesen ist immer noch ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags.

5. Vermittelt den Kindern fluide Identitäten: die Welt wird umarmt in unserer Familie. Wir reisen gerne, geben uns gerne mit Menschen von ganz verschiedenen Kulturen ab. Die Kinder müssen wissen, dass niemand besser ist als andere. Wir sind alle Menschen und sollten alle gleich behandelt werden.

6. Gebt den Kindern Erlebnisse: muss ich darüber wirklich etwas sagen? Ich glaube, ihr wisst, wie sehr wir daran glauben und wie sehr wir dies leben! Kein Monat geht vorbei ohne Exkursion oder praktische Erlebnisse.

7. Stellt den Lehrer in den Mittelpunkt: ja, ich sehe mich absolut als zentrale Person in der Bildung unserer Kinder. Ich gebe gewisse Strukturen, ermutige, fordere auch mal heraus, beobachte und studiere meine Kinder genau, damit ich weiss, was sie brauchen und wie es ihnen geht.

8. Schafft offene Systeme: auch dies ist in unserem Homeschooling Netzwerk sehr wichtig! Lernen wir von einander, ermutigen wir uns gegenseitig! Wir sind nicht alleine unterwegs!

9. Bereitet die Kinder auf die Freiheit vor: absolut wichtig ab der Oberstufe — können sie ein Budget erstellen und sich daran halten? Können sie selbständig einkaufen und kochen, ein Menüplan erstellen? Können sie waschen und putzen? Sachen reparieren, Glühbirnen ersetzen, vielleicht sogar die Reifen wechseln? Und natürlich die Begleitung im Finden einer Lehre oder der weiteren Ausbildung.

Was mich im ganzen Artikel besonders fasziniert hat, ist dieses Solo Camp. Ich denke Schnüseli würde niemals 48 Stunden alleine im Wald bleiben. Aber die Idee ist gut! Davon nehme ich sicher einiges mit für das Oberstufen-Lager!

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