Koloniales Bern

In Geschichte kommen wir nur langsam voran. Jede Epoche hat etwas Spannendes und auch Relevantes für heute.

Im Moment stecken wir im 17./18. Jahrhundert: der Dreieckshandel floriert, die Sklaverei ist in vollem Gange und die Industrialisierung steckt nach überstandenem Mittelalter, internen Kämpfen und Plagen in den Babyschuhen.

Der Dreieckshandel fasziniert, seine Einflüsse noch heute sichtbar, auch in der Schweiz. Die Sklaverei und der Rassismus sind aktueller denn je. Bei Bewegungen wie „Black lives matter“ kommen Fragen auf: Woher kommt Rassismus überhaupt? Wie konnte sich diese erschreckende und grausame Theorie entwickeln?

Und so gingen wir am Dienstag mit der Organisation Cooperaxion in Bern auf Tour. Karl Rechsteiner ist ein meisterlicher Geschichtenerzähler und erzählte uns von den Patriziern, den Anfängen des Bankenwesens und der Börsen und woher das Wort „Aktie“ stammt. Er erzählte über die Zunft der Mohren, über die Hugenotten und was die mit dem Dreieckshandel und den Anfängen der chemischen Industrie in der Schweiz zu tun haben und über den früheren Völkerschauplatz am Waisenhausplatz und was das mit dem Zirkus Knie zu tun hat. Unser rund 1 1/2-stündiger Rundgang endete beim Holländerturm, wo wir erfuhren, wieso dieser so heisst und was auch wiederum dieser mit der Kolonialisierung der Welt zu tun hat.

Kurz: ein überaus spannender und relevanter Rundgang in Bern, der für alle (ab ca. 12 Jahren) zu empfehlen ist!

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