Hilfe! Ich bin eine gestresste Pflanze!

Nach den Herbstferien konnten wir erfreulicherweise mit unseren vielen, bereits gebuchten Exkursionen fortfahren. Die erste Exkursion im Oktober war mit dem Plant Science Team von der Uni Zürich zum Thema „Klimawandel“, was (nicht nur) unter vielen Jugendlichen ein brandheisses Thema ist. Der Workshop konnte im Inforama in Zollikofen stattfinden, so mussten die vielen Berner Jugendlichen nicht ganz nach Zürich fahren.

Zuerst hatten wir den Auftrag Pflanzen auf gewisse Weise „vorzubereiten“. Manche pflanzten in drei Töpfen Mais, andere Basilikum, Erbsen oder auch Pfefferminz (was dann aber fürs Experimentieren nicht geeignet war). Nachdem die Pflanzen gekeimt und etwas gewachsen waren, wurden sie dem Stresstest ausgesetzt: ein Topf wurde jeden Tag überflutet, der zweite Topf bekam gar kein Wasser mehr und der dritte Topf wurde normal gewässert.

Am Workshop selber wurde dann durch verschiedene Experimente herausgefunden, ob die Pflanze ein Klimagewinner ist oder ob wir mit fortschreitendem Klimawandel in der Schweiz eher auf andere Pflanzen setzen sollten. Auch das Inforama hatte ein paar Pflanzen für uns vorbereitet – vielen Dank dafür!

Das erste Experiment war das Mikroskopieren. Kleine Blätter wurden präpariert und dann geschaut, ob die Stomata (die den CO2 aufnehmen) eher offen oder geschlossen waren. Geschlossen bedeutet Stress und bedeutet auch, dass die Pflanze kaum mehr CO2 aufnehmen kann. Bei den meisten gestressten (überfluteten und ausgetrockneten) Pflanzen fiel tatsächlich auf, dass die Stomata zu waren.

Das zweite Experiment war das Messen der CO2 Konzentration eines Blattes mit dem CO2-Gassensor und das dritte Experiment war das Messen der Leitfähigkeit eines Blattes mit dem Blatt-Porometer.

Zum Schluss mussten die Arbeitsgruppen eine Präsentation zu „ihrer“ Pflanze vorbereiten. Dabei war das Fazit, dass die meisten Pflanzen Überflutungen recht viel besser „überleben“ als Trockenheit und dass doch immerhin einige Pflanzen in der Schweiz (z.B. Basilikum und Mais) Klimagewinner waren.

Auch schauten wir uns noch den Klimagarten im Inforama an, wo die unterschiedliche Entwicklung von verschiedenen Pflanzen in „normaler“ Temperatur und in zwei Gewächshäusern mit wärmeren Temperaturen aufgezeigt wurde. Schon recht eindrücklich, fand ich!

Unsere Oberstüfler lernten so nicht nur über den Umgang mit verschiedenen technischen Messgeräten und das Experimentieren mit Pflanzen, sondern lernten auch viel über den Einfluss des Klimawandels auf unsere einheimischen Pflanzen, bzw. auf unsere Landwirtschaft.

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