Make together Werkstatt

Diese Woche durften 23 unserer Homeschooling Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren an der tollen Make together Werkstatt in der Kornhausbibliothek Bern teilnehmen. Das Interessante am Make together Projekt ist die Begegnung zwischen Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen. Neben unseren 23 Jugendlichen waren nämlich noch sieben Jugendliche aus einer Sonderschule bzw. einem Wohnheim in Köniz bei der Werkstatt dabei. Ausserdem standen sieben Coaches von der PH Bern und von Insieme bereit, um den Jungs und Mädels alles zu erklären und sie zu unterstützen.

Die 30 Teenies wurden allererst in vier Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppen wurden dann wiederum in sogenannte „Experten“ aufgeteilt. Das heisst, die Jugendlichen wählten selber aus, welches Expertenwissen sie sich aneignen wollten, das sie dann den anderen in ihrer Gruppe weitergeben konnten. Es standen zwei praktische Aktivitäten mit je zwei Schritten zur Auswahl: eine Neonleuchte basteln und mithilfe von Javelwasser und dem Plotter Kleider upcyceln. So war das Expertenwissen aufgeteilt in folgende vier Schritte: „Wie arbeitet man mit Javelwasser, um coole Effekte auf Kleidern zu bringen?“, „Wie funktioniert der Plotter und bringt man die Folie auf das Kleidungsstück an?“, „Wie bringt man ein Stromkabel an, damit die Neonfigur leuchten kann?“ und „Wie macht man diese Neonleuchte überhaupt?“

In jeder der vier Gruppen gab es also pro Aktivitätsschritt zwei oder drei „ExpertInnen“, die den jeweiligen Schritt dem Rest der Gruppe erklären konnten. Ausserdem musste innerhalb der Gruppe einander immer wieder geholfen werden, denn z.B. das Anleimen des Neondrahts war alleine nur sehr schwierig machbar.

Die Jugendlichen hatten knapp drei Stunden Zeit, sich den Aktivitäten zu widmen. Dabei wurde sehr fleissig und konzentriert gearbeitet und auch sehr viel einander geholfen, erklärt, zugehört und zusammen gearbeitet. Schon bald wurde jede Gruppe zu einer Einheit, die effektiv zusammen arbeitete, egal ob Homeschooler oder Sonderschüler, was ich besonders schön fand zu sehen. Man merkte förmlich, dass sich alle wohl fühlten und davon profitierten, Expertenwissen weiterzugeben und auch selber um Hilfe zu bitten.

Stolz konnte das Gemachte anschliessend nach Hause mitgenommen werden. Beide Aktivitäten waren äusserst beliebt bei den Jungs und Mädels. Einige Stimmen unserer Homeschooler: „Die Neonleuchte ist mega cool!“ „Ich fand es toll, dass wir so zusammen arbeiten und einander helfen konnten.“ „Die ‚anderen‘ Jugendlichen fand ich nett und lustig, wir lachten viel zusammen.“ „Ein Coach sagte mir, dass ich sehr gut geholfen habe. Das macht mir auch Spass! Vielleicht möchte ich das mehr tun!“

Die Idee hinter dem Make together Projekt ist, dass genau solche inklusiven Veranstaltungen auch selber durchgeführt werden können. Das heisst, wenn in Zukunft eine Homeschool Gruppe in Zyklus II und III in einem Raum eine solche Werkstatt organisieren möchte und eine Gruppe einer Sonderschule dazu einladen möchte, dann ist diese Möglichkeit gegeben. Wer Interesse hat, soll sich doch mit dem Make together Team in Kontakt setzen, um für die Durchführung einer Werkstatt angeleitet zu werden.

Vielen Dank auf jedem Fall dem ganzen Make together Team für dieses wunderbare und sehr gut organisierte Erlebnis. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung für alle! Danke auch der Kornhausbibliothek Bern für das feine zNüni!

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