Teenpreneur/Design Thinking Projekttage

Diese Woche kamen die Teenies in den Genuss eines „Zwischendurch“-Lagers und zwar verbrachten sie drei Tage (zwei Nächte) in Basel im EduLAB von Creative Kids und nahmen am Teenpreneur/Design Thinking Workshop teil.

Am ersten Tag hiess es für die meisten sehr früh aufstehen, damit alle um 9 Uhr in Basel waren. Die meisten reisten von Bern nach Basel, aber es waren auch Jugendliche aus den Kantonen Thurgau und Aargau dabei.

Der Start der Projekttage war eine Design-Challenge, die sehr kompetent von den beiden Creative Kids Coaches Adi und Selina geleitet wurde. Zuerst wurde erklärt, was Design Thinking überhaupt ist und wie der Vorgang für Start-Up Entrepreneurs so abläuft. Die Teenies wurden in Gruppen aufgeteilt und anschliessend wählte jede Gruppe eine spezifische Kundengruppe aus (z.B. Astronaut*innen, Tiefseetaucher*innen, Affen, Grossmutter, usw.) und erforschte, welche Probleme ihre Kundengruppe hat, wenn sie etwas trinken wollen. Danach wurden Ideen und mögliche Lösungsansätze gesammelt und individuell an Ideen-Skizzen gearbeitet, die anschliessend von allen bewertet wurden.

Diese praktische Challenge diente dazu, das Design Thinking vorzustellen und den Prozess einmal ganz praktisch durchzuspielen. Am Nachmittag waren die Jugendlichen dann mit ihren eigenen Ideen dran. Zuerst wurden viele verschiedene Interessen auf den genialen magnetischen Whiteboard-Wänden vom EduLAB gesammelt. Danach teilten sich die Jugendlichen selber in Interessensgruppen auf. Dabei kamen folgende Ideen raus: nachhaltiges Recycling von Kleidern (als Gegenbewegung der Fast Fashion Bewegung), Produktfotografie Projekt, Hilfe gegen Gamesucht (per App), Sensibilisierung über Erdöl in Produkten (per App), Sensibilisierung über Rassismus und die Kreation eines nachhaltigen Sofas (als Gegenbewegung der Fast Furniture Bewegung). Sowohl am Nachmittag, wie auch am nächsten Vormittag wurden die Probleme erforscht, z.T. Marktumfragen gemacht und Ideen-Skizzen angefertigt.

Der Nachmittag des zweiten Tages war frei verfügbar. Zuerst gingen wir zu unserer Jugendherberge (Basel Backpack) zurück, um das Mittagessen zu kochen. Anschliessend hatten die Jugendlichen knappe zwei Stunden zur Verfügung, um Basel zu entdecken, ehe wir uns um 17 Uhr beim Basler Münster trafen und hoch liefen, um die wunderschönen Lichter der Weihnachtsmärkte zu sehen. Danach gab es noch einmal 1,5 Stunden Zeit, um durch die Märkte zu schlendern, etwas einzukaufen und eine Crêpe oder Waffel zu essen.

Am nächsten Morgen ging dann noch einmal so richtig die Post ab. Nun arbeiteten alle Gruppen ganz fleissig an ihre Produktprototypen. Es wurde gesägt, genäht, gebastelt, mit Lego kreiert und vieles mehr. Die Coaches instruierten die Jugendlichen dann darin, wie ein Pitch kurz und erfolgreich gehalten wird und die Gruppen hatten Zeit, ihren Pitch (Präsentation) vorzubereiten. Am Schluss der drei Tage wurden dann die verschiedenen „Start-Ups“ präsentiert.

Ich war tief beeindruckt von der Konzentration, dem Fleiss, der Kreativität und den genialen Ideen, die die Teenies in diesen drei Tagen unermüdlich zeigten. Die Projekte waren allesamt toll und auch realistisch. Vor allem das Rassismus-Projekt bekam viel Aufmerksamkeit und wird evtl. in den nächsten Monaten als Homeschooling-Projekt umgesetzt werden.

Vielen herzlichen Dank an das ganze Creative Kids Team für ihre geniale, kompetente Begleitung während den drei Tagen. Bei den anschliessenden Rückmeldungen, die durchwegs positiv waren, sagten einige, dass sie gerne noch länger geblieben wären oder wieder kommen würden! Die Teenies (und auch wir Begleitpersonen!) konnten ganz vieles mit nach Hause nehmen – Ideen, Inspirationen, neues Wissen, Motivation – allen voran wohl die Erfahrung, dass nichts unmöglich ist und sie auch grosse Probleme Schritt für Schritt mit dem Design Thinking Prozess angehen und verändern können.

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